Trauringe aus 585er oder 750er Gold kaufen?

Wenn die Wahl eines Eheringes ansteht, taucht unweigerlich die Frage auf, ob man sich für 585er oder 750er Gold entscheiden sollte. Häufig taucht dann auch das Argument auf, dass 585er Gelbgold härter und damit besser als Schmuck geeignet sei. Aber stimmt das auch? Im Folgenden möchten wir die wichtigsten Fragen zur Wahl des Feingoldgehaltes kurz für Sie erläutern.

Wie unterscheidet sich 750er Gold grundsätzlich vom 585er?

Rein faktisch ist der Unterschied zwischen den zwei Goldvarianten schnell erklärt: Das 750er Gold ist eine Legierung aus 750 von 1.000 Teilen reinen Goldes und anderen Metallen wie Kuper oder beim Weißgold Palladium. 585er Gold enthält dagegen nur 585 von 1.000 Teilen pures Feingold, entsprechend 58,5 %. Einfach ausgedrückt: 750er Gold enthält mehr reines Gold und ist damit wertvoller, was auch den vergleichsweise höheren Preis erklärt. In Hinblick auf die Kostbarkeit, dürften also keine Fragen mehr offen bleiben, betrachten wir nachfolgend die Unterschiede der Eigenschaften.

Härtegrad: Sind Trauringe aus 585er Gold härter als 750er?

Feingold ist sehr weich, was die Vermutung zulässt, dass Eheringe umso härter werden, je weniger reines Gold sie enthalten. Der Haken an der Sache: Das stimmt so nicht. Zum einen entscheidet die exakte Zusammensetzung der Legierung über die letztliche Robustheit der Hochzeitsringe und zum anderen die Verarbeitung. Kaltgewalzte Ringschienen sind härter und unempfindlicher als solche aus anderen Herstellungsverfahren, sodass es durchaus sein kann, dass ein hochwertig verarbeiteter Ehering aus 750er Gold sogar härter ist als ein günstiger Ring aus 585er Gold. Davon abgesehen sind die Härteunterschiede bei den beiden Goldvarianten ohnehin äußerst gering und Kratzer oder Schäden durch starke mechanische Einwirkungen (z.B. das Abrutschen mit dem Schraubendreher usw.) lassen sich in keinem Fall vollständig vermeiden. Fazit: Die Härte hängt also nicht alleine von der Legierung ab, sodass sie bei der Wahl zwischen 585er eher zu vernachlässigen ist. Noch wichtiger als die Härte von Eheringen ist der Abrieb, den wir im nächsten Punkt kurz erklären.

Abrieb: Sind Trauringe aus 585er oder 750er Gold zäher?

Mit ein wenig Vorsicht und sorgsamem Umgang lassen sich Kratzer und Macken in den Trauringen weitgehend vermeiden, indem sie beispielsweise bei groben Arbeiten einfach abgenommen werden. Der Abrieb von Ringen findet jedoch beim alltäglichen Tragen statt und lässt sich nicht groß beeinflussen. Hier entscheidet die Zähigkeit der Legierung, und die ist bei 750er Gold höher als bei 585er Goldlegierungen. Der Materialschwund, z.B. durch regelmäßiges Polieren, lässt sich zwar bei keiner Legierung komplett vermeiden, doch haben Sie mit einer 750er Goldlegierung nach 20 Jahren vereinfacht ausgedrückt noch deutlich mehr Ring für Ihr Geld als bei Trauringen mit weniger Feingoldanteil.

Haltbarkeit: Eheringe aus 750er Gold sind langlebiger und stabiler

Bei der Haltbarkeit von Legierungen ist ein kleiner Blick auf die atomare Ebene notwendig, aber keine Sorge, wir halten das so einfach und unwissenschaftlich wie möglich. Edelmetalle schützen in den atomaren Verbindungen der Legierung unedle Metalle vor Oxidation, Sulfidierung oder Korrosion; im Klartext: Trauringe aus Gold behalten ihre Farbe, ihre Strahlkraft, laufen nicht an, werden nicht so schnell brüchig, rosten nicht, reagieren nicht mit Schweiß oder sonstigen Flüssigkeiten, haben einen hohen Tragekomfort, bringen also alles auf den Punkt, wofür Schmuck aus Echtgold so sehr geschätzt wird. Jetzt kommen die Atome ins Spiel, denn dieser Schutz des Goldes geht nur dann auf, wenn für jedes Atom unedler Metalle auch ein Goldatom zur Bindung vorhanden ist. Folgendes lüftet das Geheimnis der Überlegenheit von 750er gegenüber den 585er Goldringen: Die Anzahl der Atome ist beim Gold geringer als bei anderen Metallen. Das bedeutet, dass beim 750er Gold der Gewichtsanteil vom Feingold zwar 75% der Legierung beträgt, die Atommenge aber lediglich bei 52% liegt, bei der 585er Legierung sind es sogar nur noch 38% Goldatome, weshalb nicht mehr alle unedlen Atome gebunden werden können. In der Folge verringern sich bei Trauringen aus 585er Gold nach gewisser Zeit die Schönheit, Strahlkraft und Brillanz der edlen Optik sowie die herausragende Stabilität im Vergleich zu Legierungen mit einem Goldatom-Anteil von mindestens 50%.

Sind Trauringe aus 585er oder 750er Gold besser?

Ob Sie Eheringe aus 585er oder 750er Gold kaufen hängt in erster Linie vom Budget ab, grundsätzlich ist der Griff zu 750er Ringen eher zu empfehlen. Ein entscheidendes Kriterium dabei ist zweifelsohne die Qualität der Legierungen sowie der Herstellung. Ein hochwertig produzierter Trauring aus 585er Gold kann einem schlecht verarbeiteten 750er Schmuckstück sicherlich überlegen sein, hier ist das Vertrauen zu Ihrem Hochzeitsjuwelier gefragt.

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